Entwicklungspolitische Organisationen Österreichs
Die AGEZ, genau genommen die Arbeitsgemeinschaft Entwicklungszusammenarbeit, repräsentiert den Dachverband entwicklungspolitischer Organisationen Österreichs. Dabei stellt die AGEZ eine Plattform von exakt 29 entwicklungspolitischen Nicht-Regierungs-Organisationen zur Verfügung, um ihr Streben, Handeln sowie ihre Ziele weiter zu unterstreichen.
Die AGEZ wurde im Jahre 1988 anfänglich von nur zehn Organisationen gegründet. Das Ziel dieses eher „kleinen“ Zusammenschlusses bestand grundlegend darin, das allgemeine Anliegen der AGEZ speziell gegenüber der Öffentlichkeit, der Regierung sowie anderen Organisationen und Institutionen besser kommunizieren zu können. Aufgrund der Tatsache, dass die AGEZ mit ihren anfänglichen zehn Organisationen in ihrem Schaffen gut vorankam, entschied man sich, weitere entwicklungspolitische Organisationen aufzunehmen.
Genau genommen gehören jene entwicklungspolitische Organisationen Österreichs der AGEZ an, welche …
- … sich vor allem der allgemeinen Entwicklungszusammenarbeit mit speziell ausgewählten Partnerorganisationen im Süden annehmen,
- … sich für einen gerechten und fairen Handel einsetzen,… Interesse gegenüber der Entwicklungszusammenarbeit sowie der wissenschaftlichen Dokumentation von Entwicklungspolitik zeigen,
- … mit Studierenden und Schülern aus dem Süden zusammenarbeiten, diese unterstützen und betreuen,
- … sich mit der entwicklungspolitischen Bildungs- und Öffentlichkeitsarbeit in Österreich befassen sowie diese aktiv ausführen.
Doch was ist das genaue Ziel der AGEZ? Was möchte die AGEZ bewirken und erreichen? Genau genommen versucht die AGEZ umfassend zu kommunizieren sowie allgemein klarzumachen, dass die Thematik der Nord-Süd-Beziehung von wichtiger Bedeutung ist – vor allem für die gemeinsame Zukunft der betreffenden Menschen. Dafür soll ein weitreichendes Bewusstsein, das vermehrt Anklang findet, geschaffen werden. Darüber hinaus möchte die AGEZ darauf hinweisen, dass die Entwicklungspolitik, so wie wir sie kennen, eine zukunftsorientierte Aufgabe repräsentiert. Dabei sei auf eine Entwicklungspolitik verwiesen, die einerseits alle Politikbereiche umfasst und die andererseits keinesfalls auf die Entwicklungskooperation beschränkt werden sollte. Auch wenn einzelne Kooperationsbereiche anfänglich nicht miteinander harmonieren würden, so wie es beispielsweise bei Druckerpatronen und Plissees oder bei Autos und Mode der Fall wäre, so ist es von großer Wichtigkeit, dass ein gemeinsamer Konsens gefunden wird. Tatsache ist, dass Druckerhersteller zwar mit Plissees, um unser soeben geannntes Beispiel nochmals zu wiederholen, keine eindeutige Kooperationsbasis besitzen, jedoch andere entwicklungspolitische Bereiche gefunden werden können, in denen beide Parteien tätig sind. So könnte sich eine entwicklungspolitische Zusammenarbeit in anderen Sparten ergeben.
Abschließend sei in diesem Zusammenhang erwähnt, dass sich die AGEZ für die allgemeine Förderung der Entwicklungszusammenarbeit einsetzt. Dadurch soll vor allem durch eine sogenannte ökonomische Selbstbestimmung, durch eine kulturelle Ausgeglichenheit sowie eine gewisse politische Partizipation mehr Einklang zwischen Nord und Süd geschaffen werden. Infolgedessen sollen die eher benachteiligten Menschen im Süden mehr Unterstützung und Anerkennung erfahren und die allgemeine Diskriminierung der Frauen vermindert werden.